TAG 28 - 25.09.2018

UUUUUUI ist es die letzte Nacht noch kalt geworden, während wir die Nacht zuvor bei gut 23 Grad noch fast nackt im Zelt lagen,  hatten wir am Morgen ganze 2,5 Grad. Walter stand gegen 1 Uhr nachts auf und füllte unsere Wärmflasche erneut mit heißem Wasser... dann schliefen wir Beide "schön warm verpackt" im Schlafsack noch einmal ein.
Halb 8 schien die Sonne.. Zelt auf... und .. ein Wahnsinnsblick auf die umliegende Berge..


 draußen vorm Campingplatz "werkelten" schon die Obstbauern, es war Erntezeit und die Tage   kurz, da musste jede Stunde ausgenutzt werden. So lange Walter noch schlief, habe ich mich etwas über Tisens  oder italienisch Tesimo informiert:
Tisens -Prissian gehört zu den Burgendörfern südlich von Meran und liegt in exponierter Lage  auf einer sonnigen Anhöhe von gut 600m.  Ich las, dass das ganzjährige milde Klima eine üppige, alpin-mediterrane Vegetation hervorbringt.  Auf unserer Morgenwanderung gingen  wir dann auch an Kakteen, Palmen, Olivenbäumen vorbei., einfach irre. Wegen dieses Klimas  dienten die Dörfer im Tisener Mittelgebirge  dem Adel und dem Bürgertum als Rückzugsorte der Sommerfrische und zum Wandern.  Auf der Herfahrt gestern  fielen uns  auch schon  die vielen heute noch erhaltenen  ehemalige Sommerresidenzen, Burgen, Edelsitze, Kirchen und Kapellen vergangener Zeiten auf.
Gegen 9 Uhr .. es waren kaum mehr als 7 Grad geworden..... lockte mich das Schwimmbad vor "der Nase" so sehr, dass ich erstmal ein paar Runden schwimmen musste.. mit diesem Blick auf die Berge einfach ein Traum.


Anschließend im campingplatzeigenen Laden  Brötchen holen und  herrlichen gekochten Schinken und im Zelt - natürlich mit "Gasheizung" ausgiebig frühstücken, anschließend ging auch mein Schatz schwimmen.



Es gab in dieser Gegend zwar unheimlich viel zu sehen, dennoch beschlossen wir das Auto stehen zu lassen. Gestern war ein anstrengender Fahrtag und morgen wird es wieder einer werden.
Aber den Ort anschauen, das war Pflicht. Wir sahen viele wunderschöne Bauernhöfe, wie gesagt umgeben von üppiger Natur.
 Am meisten interessierte uns aber die Apfelernte. Hier wird hauptsächlich der gelbe und in kleineren Mengen der rote Delicious angebaut - leider nicht meine Sorte - zu wenig Säure. Im Gespräch mit "Apfelbauern" erfuhren wir, dass  Südtirol  mit 18 400 ha  das größte geschlossene Apfelanbaugebiet der EU ist und die geschützte "inneralpine" Lage bewirkt, dass Kälteeinbrüche abgehalten werden und bei rund 300 Sonnentagen im Jahr die Äpfel sehr gut reifen können.
Aufgefallen sind uns gigantische - oberhalb der Bäume aufgespannte - Netzanlagen, die wir in diesem Ausmaß noch nicht gesehen hatten und uns auch eigentlich keinen Reim drauf machen konnten.





Also fragen!  Diese Netze schützen vor Hagel, sie werden nach der Blüte aufgespannt.
Interessant ist auch die Bewässerung der Obstbäume:


und die schmalen Traktoren mit Hängern, die die Apfelkisten  transportieren.


Sehenswert sind  auch die, in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, befindlichen Glasfenster, die lt kleinem Prospekt in der Kirche die "schönsten Glasmalereien in Tirol" sein sollen und aus dem Jahre 1520 stammen.





Zum Abschluss des Rundganges gabs im   Gartenrestaurant vom Hotel zum schwarzen Adler eine zünftige Speckknödelsuppe.


Den Nachmittag verbrachten wir auf der Liegewiese vorm Zelt in der Sonne... einfach relaxen war angesagt.
Kurz vorm Abendbrot gingen wir noch eine Runde spazieren, diesmal in die entgegen gesetzte Richtung, vorbei an  Obstbäumen...wunderschönen Hotelanlagen ein Stück auf  dem "Filzkunstwanderweg" bis hin zur St. Christoph Kirche aus dem 13. Jh, die etwas außerhalb auf einem kleinen Hügel liegt.





Zum Abschluss des Tages und unserer Exkursion gab es endlich "Spaghetti aglio e olio" - Spaghetti mit Olivenöl und vieeeel Knoblauch. Hm.. war das lecker und dazu 0,5l Hauswein.

Kommentare

  1. Genießen bis zum letzten Abend, herrlich wie ihr euren Urlaub auskosten könnt.
    Günter freut sich mit euch!

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