Tag 8 - 05.09.2018
Heute waren wir nun total gespannt auf Dubrovnik. Unseren CP in Orasac hatten wir ausgewählt, weil wir von hier aus mit dem Linienbus für 15Kn pro Person in die Stadt rein fahren können. Parkplätze gibt es zwar... aber sie sind heiß begehrt und sündhaft teuer.
Also klingelte der Wecker 7 Uhr.. frisch machen, frühstücken und ab zum Bus. Man sah schon bei der Anfahrt die Altstadt von Dubrovnik - auf einer ansteigenden Felsspitze gelegen - an drei Seiten vom Meer umspült und von mittelalterlichen Mauern umschlossen....wie auf bekannten Bildern.
Diese Stadt ist eine einzige Schatztruhe. Wer sich Zeit nimmt kann in jeder Beziehung einzigartige Kunstschätze entdecken.
Leider gab es keine Führung in deutsch.. also kauften wir uns kurzentschlossen ein Büchlein in deutsch... und erfuhren so allerlei über die Geschichte der Stadt:
Die geschützte Lage wussten bereits die llyrer, Griechen und Römer zu schätzen. 1358 wurde die Stadt als Republik Ragusa unabhängig und erlebte bis zum 17. Jahrhundert ihre größte Blüte. 1667 zerstörte ein Erdbeben weite Teile. Trotz Wiederaufbau gelang es der Stadt nicht zu alten Glanzzeiten zurückkehren. 1918 wurde Ragusa als Dubrovnik Teil Jugoslawiens.
Ich erimnerte mich noch gut daran, dass 1991 die Altstadt beschossen und dabei 70% der Bausubstanz beschädigt wurde.
Die gröbsten Schäden sind behoben aber beim Gang auf der Stadtmauer sieht man noch immer Ruinen und Einschüsse.
Ja diese Umrundung der Stadt auf der ca 2 km langen und bis zu 25 m hohen Mauer vom Piletor mit ihren massiven Festungen... ist ein Erlebnis und gleichzeitig eine körperliche Herausforderung....treppauf und treppab in sommerlicher Hitze.
Der Bau der Mauer begann Ende des 8. Jahrhunderts und bewährte sich bereits im Jahre 866-867 während der fünfzehnmonatigen Belagerung durch die Sarazenen. Der weitere Bau der Mauer, so wie sie bis heute - trotz eines katastrophalen Erdbebens 1667 erhalten ist, begann im 12. Jh. und dauerte bis zum Ende des 17. Jh.
Die Mauer trotze in diesen Jahrhunderten vielen Belagerungen.
Wenn man auf ihr entlang läuft, sieht man wie gewaltig sie gebaut ist:
Zur Landseite ist sie zwischen 4 und 6 m breit und zur Seeseite 1,5 bis 3 m.
Sie besitzt 2 gut befestigte Haupteingänge zur Altstadt - das Piletor imWesten und das Plocetor im Osten - beide aus dem 15. Jahrhundert mit Zugbrücken.
Außerdem gibt es 2 Tore, welche den Eingang zum Stadthafen bilden.
Zu den markanten Punkten der Befestigung gehören 5 Festungen:
Minceta im Nordwesten,
Sveti Ivan, die den Stadthafen schützt,
Bokar im Westen,
Festung Revelin
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| Piletor |
Wir haben sehr sehr viel gesehen.. als wir dann die schnurgerade Flaniermeile "Stradun" entlang gegangen sind... gleich hinter dem Eingang - dem Piletor befindet sich der den Onofri-brunnen, wir haben davor gestanden und ihn von der Mauer gesehen.

Die Barocke Kathedrale oder auch als Dom von Dubrovnik bezeichnet
Die barocke St. Blasiuskirche
Und ein Blick auf kleine Gässchen:
Der Rektorenpalast
Der 1444 erbaute Glockenturm mit dem Palast Sponza (links)
Die barocke St. Blasiuskirche
Und ein Blick auf kleine Gässchen:
Das Mittagessen.. ...Scampis in Tomatensoße war nicht so berückend... und der Weg aus der Altstadt zurück zum Busstop zunächst gar nicht so einfach zu finden.. aber mit Hilfe netter Kroaten zu packen. Im Camp angekommen.. "quatschten" wir bei "Colabier" noch mit einem netten Ehepaar.. das mit dem Wohnwagen auch durch viele Länder "umherzieht".
Schlussendlich haben wir uns aufgerafft und sind gegen 18 Uhr noch zum Strand unterhalb unseres CP gefahren..... gefahren deshalb weil der Weg zum Strand sehr steil ist.. und hochwärts hatten wir dazu keinen "Bock" mehr. Es war einfach herrlich in der Adria zu schwimmen.
Nun ist es 20:18 Uhr .. wir sitzen bei 23 Grad vorm Zelt und besprechen den Plan für morgen.. da geht es weiter in Richtung Montenegro.
Nachtrag... Dubrovnik ist eine wunderschöne schützenswerte Stadt. Aber wenn an einem Tag die Passagiere von 3 großen Kreuzfahrtschiffen in der Stadt abgeladen werden tut das niemandem gut... weder der Stadt noch ihren Besuchern..wir hatten heute noch "Glück ".. es lag nur eines im Hafen..aber am 12 Uhr war es vor lauter Menschen unangenehm.





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