TAG 29 - 26.09.2018

Nun war  endgültig die letzte Nacht im Zelt vorbei.  Unser Abenteuer bestand nur noch aus der Heimfahrt.. knapp 700 km sollte es werden.. und das Ziel wurde nicht auf kürzestem Wege avisiert.
7 Uhr aufstehen, es waren 2 Grad - aber das macht nichts, wenn man sich bewegt.
Zelt abbauen, alles ins Auto räumen.


Nach SO EINEM Schild... mussten wir nicht mehr Ausschau halten!!

Ich wollte Brötchen für unterwegs holen, da stellte ich fest, dass man in der Cafeteria  auch Frühstück essen kann.
18 Euro sind für zweimal Frühstück zwar ein stolzer Preis, aber  die Platte war einfach klasse und wir konnten sogar noch jeder ein Brötchen mit nehmen.


9 Uhr ging es dann endlich los. Wir fuhren von Tisens auf die S38 und dann bis zum Reschenpass. Es ging zwar langsam voran dafür hatten wir  aber noch einmal den Blick auf die  fleißigen Obstbauern im Vinschgau. An einem der Stände, an denen Obst, Speck, Käse... verkauft wurden, nahmen wir Weintrauben und Birnen mit.
Der nächste Stopp war in St. Valentin auf der Heide - dort hatten wir vor Jahren mal einen wunderschönen Wanderurlaub verbracht, dann natürlich am Reschensee - dem Wahrzeichen des Vinschgaus, um den versunkenen Kirchturm zu sehen. Diese romanische Kirchlein aus dem 14. Jahrhundert ist ein stummer Zeitzeuge einer verantwortungslosen See-Stauung kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges.  Heute steht dieser Turm unter Denkmalschutz und wird touristisch mächtig "vermarktet".


Der letzte Stopp ist  am ehemaligen Hotel Hochfinstermünz. Als wir vor 19 Jahren hier waren, erzählte uns die Besitzerin und Wirtin voller Stolz vom ehemaligen Grandhotel Hochfinstermünz: Ihr Vater hatte das Gelände in den 20ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gekauft und in wenigen Jahren ein Nobelhotel dort gebaut... mit 60 Betten, einer eigenen Stromversorgung, einem Postamt, einem Kiosk und einer kleinen Kirche. Beliebt war das Hotel auch in der Filmbranche, vor allem Luis Trenker drehte dort mit Leni Riefenstahl. Bis in die fünfziger Jahre gehörte dieses Hotel zu den besten und nobelsten Adressen  Tirols.  Schon als wir das 1. Mal dort waren, sahen wir dass seine Glanzzeiten lange vorbei waren.... aber diesmal waren wir beim Anblick schockiert...Was die Zeit und die Naturgewalten nicht geschafft haben, haben Plünderer und Vandalen zerstört. Meine Recherche ergab, dass die ehemalige Besitzerin Frau Emmi seit 2008 im Altersheim lebte und seit einem Jahr verstorben ist.
Da an der Seite ein Fenster aufstand, sind wir mal kurz "eingestiegen" und haben uns das ganze Ausmaß der Verwüstung angesehen. Betten, Sessel..Sofas.. alle noch aus der "guten alten Zeit" waren mutwillig zerstört. Nur Chsos bot sich uns. Schade dass solche "Zeitzeugen" in dieser schnelllebigen Zeit keine Überlebenschance haben. Wir haben uns eine alte Ansichtskarte und einen Teiler als Andenken an die liebenswerte alte Dame mitgenommen.








Nun hatten wir  alles gesehen, was wir uns noch einmal anschauen wollten.
Der letzte Rest der Reise war nur noch Autofahrt mit kurzen Pausen.
Ein besonderes Highlight hatten wir aber noch. Der Himmel zeigte sich mit einem traumhaften  Abendrot von seiner schönsten Seite.
In Suhl mussten wir allerdings nochmal die 73 verlassen um zu tanken  und einen starken kaffeezu trinken.
Die eine Stunde Fahrt verging dsnn wie im Flug. 
Gegen 22 Uhr waren wir zuHause
GESCHAFFT UND GLÜCKLICH 


Kommentare

  1. Schöne Aufnahmen hast hier im Blog eingestellt Dagmar....Das werden schöne Erinnerungen bleiben....und ein Kompliment,es sind viele schöne Motive,die erstmal gefunden sein wollen.
    Bin gespannt auf weitere interessante Bilder....Holger.

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