TAG 18 - 15.09.2018

Guten Morgen, da bin ich wieder..
nach einem leckeren Frühstück vorm Zelt


hatten wir uns eine ganz besondere Strecke ausgesucht... die innere Mani. Solche Wohntürme wie auf der felsenreichen Mani gibt es sonst nirgendwo auf der ganzen Welt. Rechteckige Türme aus unverputztem Bruchstein ragen bis zu 20 m hoch in den Himmel. Sie sind Wohnung und Verteidigungsanlage zu gleich gewesen.  Die Wohnburgen haben alle einen quadratischen Grundriss und sind äußerst massiv gebaut.. sie können Wandstärken von bis zu 1,50m haben. In ihrem Inneren verbargen sich bis zu 7 Stockwerken mit kleinen halbdunklen Räumen. Schießscharten dienten der Abwehr potentieller Angreifer, die mit Feuerwaffen oder heißem Öl abgewehrt wurden. Die einzelnen Stockwerke sind durch steile Holztreppen miteinander verbunden.
Wir sahen sie sehr häufig dicht an dicht inmitten von Felsen stehen. Wie gestern schon geschrieben zeigte sich heute..dass einige zu Ferienwohnungen umgebaut wurden..aber auch sehr sehr viele verlassen wurden und verfallen.
Von unserem CP  fuhren wir nach Areopoli, bogen dort nach Pirgos Dirou ab und weiter ging es dann entgegen der Uhr einmal um die Halbinsel. 


Um originale Wohntürme zu sehen.. mussten wir die Hauptstraße verlassen und in die Dörfer mit ihren schmalen, steilen und verwinkelten  Gassen fahren. Eine echte Herausforderung für "Roß und Reiter"aber lohnenswert. Um die verlassenen Häuser wuchsen riesengrosse Kakteen.. die gerade.in Blüte standen.. das sah alles sehr verwunschen aus und beim Fotografieren musste ich aufpassen dass ich nicht über herabgefallene Steine stolpere oder in den Dornen  hängen blieb.





Neben den Wohntürmen interessierten uns auch die Kirchen der Mani. Wir hatten gelesen, dass die Bewohner  der Mani einerseits  blutrünstig und verfeindet waren... andererseits aber auch gläubig und religiös. Das wurde uns an den fast unzähligen Kirchen und Kapellen dokumentiert..die gerade hier zu finden sind. Leider befinden sich die meisten in einem jämmerlichen Zustand..ohne Fenster... Türen.. mit kaputtem Dach. Aber wir fanden auch einige ganz tolle erhaltene Kirchen mit wunderschönen Fresken.





Bemerkenswert waren auch die in jedem Ort vorhandenen Friedhöfe... von Steinmauern eingezäunte Areale.. indem  es so aussah... als bekäme jeder Tote sein Haus, das von der Form her an einen Wohnturm erinnert.. ich denke je nach Stellung in der Gemeinschaft... mal groß und protzig oder nur klein und einfach. Manche Türen konnte man öffnen und da sah man... was man den Toten so alles mitgegeben hat.





Unterwegs in einem kleinen Hafenstädtchen _ in Gerolimenas  _machten wir Pause und aßen Mittag:






Das bemerkenswerteste war aber die Landschaft selbst. Bis Vathi wurde sie immer karger. Und es stellte sich für uns schon die Frage... wie kann man hier überleben?











Vathi selbst- auf einem Hügel in der kargen Landschaft- ist eines der beeindruckendsten Dörfer.. dicht gedrängt stehen die Türme auf einem Berg...hier sind auch die meisten Häuser verlassen, es gibt auch Versuche einige wieder herzurichten...aber ganzjährig wohnen nur noch ganze 2 Familien wohnen dort.



Durch eine menschenleere bizarre Landschaft geht es dann weiter bis hinunter zum Porte Kagio.. dem ehemaligen Piratenhafen. Eine steile Straße führt zu dem Hafen am südlichsten Zipfel  des südosteuropäischen Festlandes. Es gab einen hübschen allerdings sehr schmalen Strand und jede Menge Tavervnen.

 






Die Fahrt zurück ging für uns die Ostküste entlang. Das sollte noch einmal ein ganz besondere Herausforderung werden. Serpentinen und Steigungen von bis zu ca 20 Prozent... nahe an der Steilküste erforderten höchste Konzentration..belohnten aber mir einem gigantischen Panoramablick






Unterwegs sahen wr noch eine wunderschöne Kirche... die sogar geöffnet hatte..





Wohin man auf der Rückfahrt zum CP auch schaute... überall auf "diesem Finger" sah man die uralten Wohnburgen der Mani




Nach der anstrengenden Fahrt tat ein Bad in der Adria gut:







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