TAG 15 - 12.09.2018
Morgens hatten wir erstmal wieder einen traumhaften Sonnenaufgang:
Die Wahl unseres CP kurz vor den Toren Korinth's erwies sich als goldrichtig. Meist unkompliziert und relativ rasch erreichten wie alle Ziele, die wir uns vorgenommen hatten. Für heute waren Karten für eine Bootsfahrt durch den Istmus von Korinth gebucht,14 Uhr sollte es los gehen. Aber zunächst bestand die Aufgabe darin, die kleine Marina zu finden.... dachten wir zumindest.... ging aber ratz... fatz..wir finden uns mit dem Autofahren hier schon gut zurecht.
Die 3 Stunden bis zur Fahrt nutzen wir, um diese Wasserstraße und ihre Brücken vom Land aus zu erkunden. Diese Landenge (Isthmos) von Korinth bildet die einzigste Verbindung zum europäischen Festland. An der schmalsten Stelle wird sie vom 6,3 km langen, schnurgeraden Kanal durchschnitten. Die Wassertiefe beträgt nur knapp 8 m aber die Seitenwände türmen sich bis zu 80 m senkrecht hoch auf.
Mehrere Brücken führen über den Kanal. Eine für die Eisenbahn, 2 für Autos.
Dieses einmalige Bauwerk entstand zw. 1881 und 1893. Kaiser Nero hatte 67 n. Chr. schon einmal mit einem solchen Projekt begonnen..es blieb aber unvollendet. Lange Zeit wurden kleinere und mittlere Schiffe über einen gepflasterten Weg gezogen.
Längst ist dieser Kanal für die "Schiffsriesen" zu schmal.. und hat an wirtschaftlicher Bedeutung verloren..heute ist er mehr eine touristische Attraktion.
Und so "stiefelten" wir zur Eisenbrücke der alten Nationalstraße...auf den schmalen Steg für Fussgänger und machten tolle Bilder. Zwischenzeitlicher Regen machte uns nichts aus..wir stöberten in den kleinen Läden und aßen auch was.
13:30 ... waren wir an Bord.. es ging auch bald los..ich muss sagen.. es war schon recht beeindruckend durch diesen Kanal zu fahren.
| Das ist eine Besonderheit des Kanals - eine Pontonbrücke. Sie wird ins Wasser abgesenkt, wenn ein Schiff kommt. |
Als wir 15 Uhr von Bord kamen.. überlegten wir, einen 2. Anlauf zu nehmen, um Akrokorinth endlich zu finden und zu erklimmen.. unser Navi nahm einfach den Namen nicht..
Wir fuhren noch einmal zum alten Korinth und von dort aus fanden wir dann den Weg.
Was ist "Akrokorinth"?
Erst einmal ein schroffer wuchtiger Berg unweit der Landenge. Immerhin mit 575m von Null hoch... recht beeindruckend...die Straße führte uns bis ca. 420 hoch... was wir oben sahen... war einfach super. .zunächst hatten wir einen Wahnsinnsblick vom Golf von Korinth bis zum Saronischen Golf. Aber nicht nur dieses Panoramas wegen lohnt die Fahrt... sondern weil auf dem Bergsattel teilweise gut erhaltene Reste einer strategisch wichtigen mittelalterlichen Befestigungsanlage zu sehen sind. Ob Byzantiner, Franken, Türken oder Venizianer... jeder hat seine Spuren hinterlassen. Diese Anlage hat eine verdammt große Ausdehnung. Leider war sie schon ab 15 uhr geschlossen. Aber ich habe schöne Bilder von den gewaltigen Mauern und Türmen mitgebracht.




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