Tag 14 - 11.09. 2018
Unser Zelt steht 30 m vom Mittelmeer entfernt, was gibt es da schöneres als morgens schon zu schwimmen. Hier sind wir nicht allein.. also ist Badebekleidung Pflicht.

Unter Olivenbäumen und Oleanderbüschen steht der Frühstückstisch.. einfach traumhaft.. ich hatte frisches.. noch warmes Weißbrot in der Rezeptipn gekauft.. dazu albanischen Honig..und eine Tasse Kaffee..klasse. Dabei wurden die Vorhaben für den Tag besprochen. Auf der Agenda standen: das neue Korinth, das alte Korinth und Mykene. Ob wir wohl alles finden werden??? Das Navi schreibt viele Ortsnamen anders.
Beim 1. Mal stimmte es gleich nicht.. statt in die alte Ausgrabungsstätte zu gelangen.. fanden wir uns in einer modernen jungen.Stadt wieder ...an einem wunderschönen Brunnen mit der Skulptur eines geflügelten Pferdes, umgeben von vielen Palmen.
Uns war das in jeder Beziehung zuviel Gewusel und zu viel Lärm .. also nichts wie weg...den Weg zum alten Korinth fanden wir wieder nicht und beschlossen erst nach Mykene zu fahren.
Mykene (auch Mykenä) ist eine geschichtlich interessante Stadt auf dem Peloponnes. Sie soll einst die sagenhafte Königsfestung von Agamemnon gewesen sein, der die vereinten griechischen Heerscharen der Legende nach gen Troja geführt haben soll.
Mykene war in vorklassischer Zeit eine der bedeutendsten Städte Griechenlands, nach ihr wurde die mykenische Kultur benannt. Die Stadt lag nördlich der Ebene von Argos auf einer Anhöhe. Von hier überschaute und kontrollierte man den Landweg zwischen südlicher Peleponnes und dem Istmus von Korinth, der die peloponnesische Halbinsel mit dem übrigen Festland verbindet.
Ein Besuch der Burg von Mykene ist für uns eine Reise durch einen Mythos und die Vergangenheit, denn die Festung mit den mächtigen Zyklopenmauern, dem berühmten Löwentor und den legendären Kuppelgräbern zählt zu den weltberühmten Stätten des antiken Hellas.
Seit 1999 gehört Mykene zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist gleichzeitig eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Griechenlands.
Die Akropolis von Mykene liegt gut versteckt.. egal aus welcher Richtung man kommt, man kann die Burg nicht sehen.
Ein Besuch der Burg von Mykene ist für uns eine Reise durch einen Mythos und die Vergangenheit, denn die Festung mit den mächtigen Zyklopenmauern, dem berühmten Löwentor und den legendären Kuppelgräbern zählt zu den weltberühmten Stätten des antiken Hellas.
Seit 1999 gehört Mykene zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist gleichzeitig eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Griechenlands.
Die Akropolis von Mykene liegt gut versteckt.. egal aus welcher Richtung man kommt, man kann die Burg nicht sehen.
Es ist beeindruckend, wenn man sieht, zu welcher Blüte und welchem Reichtum es diese Stadt gebracht hat.
Für mich bedeutsam war ..
dass mir meine Mutti- als ich 12 Jahre alt war - ein Buch über die Schliemannschen Ausgrabungen geschenkt hat.. und ich mir damals gewünscht hatte... mir das einmal anzuschauen. Große Träume für ein DDR Mädel!!!. Aber... nun hat sich der Kreis geschlossen und ich habe wunderschöne Bilder mitgebracht.
Der Rundgang war bei gefühlten 40 Grad in der Sonne eine Herausforderung.. aber wir haben die gepackt.
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| Orientierungsplan der Burg Mykene. Modell: Archäologisches Nationalmuseum Athen |
Jeder der die Burg von Mykene betritt, muss durch das weltberühmte Löwentor... und das seit fast 3300 Jahren.
Das Löwentor war der Haupteingang , es wurde 1250v. Chr. erbaut und nachträglich in die etwa 100 Jahre älteren Burgmauern eingefügt.
Es gibt noch ein weiteres Tor im Norden der Anlage, auch dies ist gut erhalten.
Die Ringmauer um die Zitadelle von Mykene wurde in drei Bauphasen angelegt:
die 1. datiert auf etwa 1350v. Chr.,
Hundert Jahre später wurden die Anlagen im Süden und Westen verstärkt und nochmal 100 Jahre später verstärkte man den Osten.
Die Schachtgräber vom Gräberrund A mit den Königsgräbern sind weltberühmt.
Hier hatte Heinrich Schliemann die Goldmasken der Fürsten von Mykene geborgen.
Das ist die Maske des Agamemnon, das Original ist im Museum in Athen.
Die Reste der alten Anlage belegen sehr überzeugend, was für eine Machtstellung das alte Mykene hatte... und man fragt sich unweigerlich was zum Kollaps des System führte.
Recherchen im Internet von mir ergaben, dass dieser Kollaps etwa 1180 v. Chr. einsetzte.
Nach 150 Jahren Forschung zu diesem Thema geht man davon aus, dass innerhalb weniger Jahrzehnte das Großreich der Hethiter in Kleinasien, alle Paläste der Mykener, der Minoer auf Kreta, der Anlagen auf Zypern sowie die Städte an den Küsten Anatoliens, Syriens und Palästinas in Kriegen untergingen. Auch Ägypten war am Ende nur noch ein Schatten seiner einstigen Größe. Handwerk und Kunst sanken auf ein deutlich niedriges Niveau herab, die Linear BSchrift geriet in völlige Vergessenheit. Die Einwohnerzahl Mykenes schrumpfte deutlich, die Festung sowie die Unterstadt blieben aber weiter bewohnt. Das gesamte komplexe globalisierte System der Mittelmeerstaaten brach in sich zusammen.
Nach dieser Anstrengung gabs ein wunderbares Mittag - Omelett mit Schinken und Käse und einen frisch gepressten Orangensaft .
Halb 3 traten wir die Rückreise an und beschlossen nochmals den Versuch zu wagen, nach Altkorinth zu kommen. Mittlerweile kannten wir uns schon etwas aus.. und fanden die Überreste der alten Stadt und die 7 korinthischen Säulen, die das Wahrzeichen von Korinth sind.
Das alte Korinth war schon in der Antike wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Europa und Asien. Weit über die Grenzen Korinths hinaus ist die Stadt bekannt für ihre Ausgrabungsstätten und historischen Ruinen, Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Wie sooft, hat ein Besuch nach Griechenland, etwas mit Ruinen zu tun. Zahlreiche Erdbeben in der Region, haben haben die Stadt wiederholt zerstört. So ist z.B von der archaischen Stadt nur noch der Apollontempel (um 540 v. Chr.), der sich oberhalb der Agora befand, zu sehen. Von ihm stehen noch 7 größere Säulen. Dennoch die heutigen Ruinen des sogenannten Altkorinth, geben einen sehr guten Eindruck einer bedeutenden römischen Stadt. Die alte Stadt lag ursprünglich 5 km weiter südwestlich am Fuße des Burgfelsens Akrokorinth. Bemerkenswert ist die Agora ( Marktplatz), deren Form und Größe wahrscheinlich bereits im 4. Jh.v. Chr. Identisch mit dem ist, was wir heute sehen. An der Ostseite Agora befinden sich die Überreste einer Basilika vermutlich aus dem Jahr 44. n. Chr.. Das Zentrum der Agora ist gekennzeichnet von einer Rednertribüne. Man geht davon aus, das der Apostel Paulus sich hier vor dem römischen Prokonsul verantworten musste. Im Mittelalter hatte man hier eine Kirche gebaut. Im Norden der Agora befindet sich eine gewaltige Toranlage aus den 1.Jh.n.Chr., diese bildete damals und heulen den Beginn der prunkvollen Lechaion-Straße, die vorchristliche Einkaufsmeile der Stadt. Ebenfalls auf dieser imposanten Straße befand sich eine Basilika. , die dort stand, wo sich einst der alte Stadtmarkt befand. Historiker haben herausgefunden, das hier das städtische Leben stattfand. Hier befindet sich auch eine gut erhaltene Latrine. Das Gebiet wurde während der byzantinischen Epoche im 11.-12. Jahrhundert überbaut. Unter der Herrschaft der Osmanen. im 17. Jahrhundert errichtete man nördlich davon einen Palast für den osmanischen Bei, von dem fast keine Überreste gibt. Sehr beeindruckend ist die 154 m lange Stoa, im Süden der Agora. Diese wurde einst (38 v. Chr.) unter Philipp II als Gästehaus für wichtige Staatsmänner errichtet.
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| Die 7 Säulen des Apollotempels und dahinter der 575m hohe Berg mit Akrokorinth |
| Im Vordergrund das Quellhaus |

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| Tribüne auf der Paulus einst gepredigt haben soll. |
Thorsten schickte uns via Internet gestern.den Brief des Paulus an die Korinther..einfach so.. fanden wir gut. Wir mögen diesen Text sehr. Paulus lebte zwei Jahre unter den Korinthern und rief sie auf, mehr Mass zu halten und nicht so zügellos zu leben. Ist schon immer beeindruckend wenn man an solchen geschichtsträchtigen Orten weilt.
Zurück im Camp waren wir glücklich und zufrieden darüber... was wir wieder so gepackt haben.
Nach einer Stunde relaxen.. wurde geschwommen.. und zum Abendbrot gabs herrliche Lammkotletts.








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