Tag 11 - 08.09.2018 Teil 2
Wie schon gesagt,von Vlore gings auf der SH8 weiter. Diese Straße sollte uns auch über den Llogarapaß führen.
Die Rruga shtetërore SH8 ist eine Nationalstraße in Albanien. Sie verbindet die Industriestadt Fier mit der südalbanischen Touristenhochburg Sarande und führt zum großen Teil durch das bergige Gelände der Albanischen RIVERA entlang des Ionischen Meeres und ist ca. 150 km lang.
Es ist eine kurvenreiche Küstenstraße.
Ich habe gelesen, dass das Nationalstraßen- und Autobahnnetz
in Albanien zu den jüngsten in Europa zählt und sich im ständigen Ausbau befindet. REISEBERICHTEN aus früheren Jahren die noch angaben, dass diese Straße gefährlich ist... können wir nicht zustimmen. Allerdings muss man Kurven mögen.
Von Vlore über Radhime ging´s bis Orikum. Hier beginnt die Passstraße sich langsam den Berg hoch zu schlängeln. Erst geht es in ein Tal hinein, dann steigt die Straße stetig an und führt durch einen Pinienwald bzw. Olivenhain, es duftete nach Thymian und anderen Bergkräutern und überall sahen wir "Bienenkisten" stehen... und natürlich ständig junge oder alte Männer die Honig und.... verkauften. (wir kauften natürlich auch welchen) . Dann kommt der letzte Anstieg, die letzte Kuppe und der Blick auf das ionische Meer wird frei. WOW... wir schauen auf helle Sandstrände und türkisfarbenes Meer. Interessant ist, dass die Küste von hier nur 3 km entfernt ist, aber eine Höhendifferenz von 1 000 m besteht.
Hier befanden wir uns in einer grandiosen Bergwelt, der Pass führte uns von 0 auf 1024 m. Unser "Sleipnir" hatte an den steilsten Stellen wieder tüchtig zu tun. Oben war die Sicht aufs Meer traumhaft. Die Landschaft auf der Rückseite gestaltete sich völlig anders... karge Felsformationen mit geringem Bewuchs. Dazwischen Schafe und Ziegen..die auch auf der Straße herum sprangen.
Dann waren wir in Himare.. der Stadt am anderen Ende des Passes. Wir aßen zu Mittag und glaubten die "Kurbelei" hat nun ein Ende..
Aber weit gefehlt..sie ging weiter bis Serande also ca 50 km.. Ständig bergab.. bergab und Kurven ohne Ende. Aber einfach wunderschön..es hätte an dieser Strecke sehr viel Historisches zu sehen gegeben... aber wir mussten ja weiter. Hinter Serande wollten wir eine Zeltplatz suchen.. aber es war keiner ausgewiesen... und für ein Zimmer sah das alles nicht so recht einladend aus. Also durch bis Greece. Wieder nur einen kleinen Übergang. ..und wieder ein anderes Prozedere: Aussteigen.. mit Ausweis und Fahrzeugapieren zum Schalter, anschließend Kofferraum und Seitentür öffnen . Alles ok. Und weiter.. mittlerweile war es halb 7.. noch eine Stunde Tageslicht!!! Nach ein bisserl Suchen... mein Internet ging wieder ... fanden wir 30 km hinter der Grenze in Igoumenitsa einen super tollen Platz "Camping Drepano".
Das Zelt aufzubauen dauerte 45 Minuten ( mit Einräumen), dann duschen und inder Strandbar gegrillte Sardinen und einen Schoppen Wein genießen.


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